Die Stimmung in der Allianz Arena – Unterschied zwischen Bundesliga und Championsleaque

Die Stimmung in der Allianz Arena – Unterschied zwischen Bundesliga und Championsleaque

Stimmung Allianz Arena

Stimmung Allianz Arena

Die Stimmung in der Allianz Arena ist nicht wie in anderen Stadien der Republik. Man sollte eigentlich auch nicht versuchen, diese Stimmung mit der in anderen Stadien zu vergleichen, da die Umstände einfach schon immer andere sind und waren. Die Unterschiede sind schon gravierend, wenn man ein Bundesliga-Spiel während der Woche (Abendspiel um 20.00 Uhr) und ein „normales“ Bundesligaspiel am Samstag um 15.30 Uhr miteinander vergleicht. Und es liegt einfach daran, dass es ein ganz anderes Publikum ist.

Um das zu verstehen, muss man erst wissen, wie sich das Publikum in München zusammensetzt:

Die meisten Bayernfans kommen aus dem ganzen Land und nicht nur aus einer einzelnen Region. Es gibt Fans, die am Wochenende für ein Bayernspiel mehr als 600 Kilometer zurücklegen, und das nur für die Hinfahrt! Schauen Sie sich einfach mal im Parkhaus der Allianz Arena um, woher die vielen Fans angereist kommen.Viele der Dauerkartenbesitzer kommen aus München und der näheren Umgebung. Nur knapp 60% der Südkurvenanhänger sind gebürtige Münchner, was in Dortmund oder Hamburg z.B. eine viel höhere Prozentzahl ist.

Aber warum ist jetzt die Stimmung Mittwochs besser als Samstags? Das ist eigentlich ganz einfach. An einem Spieltag am Mittwoch, sind viel weniger Kinder und Jugendliche im Stadion, als am Samstagnachmittag. Am Samstag geht die ganze Familie ins Stadion, da geht auch die Mama und die Kleinen mit. Am Abend geht der Papi mit den Kollegen oder mit Freunden ins Stadion und hinterher noch auf 2-3 Halbe. Das findet zwar in anderen Stadien auch so statt, aber nicht in dem Maße wie in München. Ich schätze, dass 5% der Zuschauer eines Bayernspiels zum ersten Mal im Stadion sind und auch nie wieder kommen werden. Wobei ich mich bei den 5% auch ganz schön verschätzen und die Zahl weitaus höher sein kann.

Zudem kommt jetzt noch das Problem in der Championsleaque hinzu. Hat man früher mit seiner gültigen Eintrittskarte immer einen mehr oder weniger legalen Weg in die Südkurve oder ähnliche Stimmungsbereiche gefunden, ist das jetzt aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich. Die Inhaber von Karten aus anderen Blöcken werden gezwungen, mit ihren Karten auch wirklich nur diese Blöcke aufzusuchen. Das heisst, die Fans, die eigentlich immer oder weitestgehend für die Stimmung verantwortlich waren, werden jetzt nochmal voneinander getrennt und müssen das Spiel aus verschiedenen Blöcken anschauen. Dass diese Regelung nicht gerade auf Begeisterung stößt, dürfte auch mittlerweile bis ins Präsidium vorgestoßen sein. Ob und wann etwas dafür oder dagegen unternommen wird, bleibt mal wieder leider nur abzuwarten. Reagiert unser Verein doch sonst immer sofort auf irgendwelche Kritik von Aussen, so dauert es bei Interna’s meist umso länger – aber wir haben ja Zeit.

Man muss aber auch dir Vorteile sehen. Als Familienvater kannst du ohne dich um die Gesundheit deiner Kinder bangen zu müssen, in die Allianz Arena gehen, und das auch als Fan der gegnerischen Mannschaft! Ich habe noch nie gesehen oder gehört, dass Fans irgendwie angemacht wurden, nur weil sie keine Bayernfans sind. DAS ist in München auch anders, als in anderen Stadien. Und wenn die Familie ins Stadion geht, wird auch jede Menge Geld für Werbeartikel und Trikots ausgegeben, was dem Verein dann wieder in die Tasche spielt. Auch ein Grund, warum das Stadion 10 Jahre früher abgezahlt ist als erwartet!